Σελίδες

Τετάρτη 8 Ιανουαρίου 2014

Sind wir zusammen? Oder was? Das Leben als Mingle

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Ob sie ihm als Gastgeberin bei seiner Party helfen wolle, hatte er sie gefragt. 
Klar wollte Marnie das. Wenn sie an seiner Seite ein Fest geben würde, könnte doch das Verhältnis zu diesem Mann endlich offiziell den Beziehungsstatus erreichen! Also kaufte Marnie sich extra ein neues Kleid, begrüßte die Gäste, half in der Küche.
Bis er, der Mann, mit dem sie am Morgen noch Sex hatte, ihr im Weinkeller diese Frage stellte: "Findest du 500 dafür okay?" – "Was, Dollar?" "Ja." "Du musst mich doch nicht bezahlen – ich bin doch deine Freundin." Er lacht. "Das hab ich ja überhaupt nicht gewusst."
Für Marnie, Protagonistin der US-TV-Serie "Girls", die sich mit den großen und kleinen Lebensproblemen vierer New Yorkerinnen zwischen Mitte und Ende zwanzig beschäftigt, bricht damit eine kleine Welt zusammen – während er überhaupt nicht versteht, was das Problem ist. "Aber wir hatten Sex!", sagt sie, "Ja und?", fragt er.

Etwas Halbes, nichts Ganzes

Das, was die beiden leben, ist eine Beziehungsform, die es so in jedem Bekanntenkreis gibt, die viele der Generation um die dreißig wohl selbst schon erlebt haben oder noch erleben werden. Man kann es Halb-Beziehung nennen – oder auch Mingle-Dasein. "Mingle", so erklärt es der Hamburger Trendforscher Peter Wippermann, ist eine Wortschöpfung aus "mixed" und "Single".
Der Begriff, der noch nicht so gebräuchlich wie "Fuckbuddy" oder "Friends with Benefit" ist, für Beziehungen, in denen man "nur" miteinander schläft, definiert endlich etwas, was nicht definiert ist. Irgendwie ist man offiziell noch Single, vermischt diese Lebensweise aber mit der eines Pärchens.
So trifft man einen Menschen, den man anziehend findet, man lernt sich kennen, mag sich, küsst sich. Man trifft sich wieder, schreibt sich flirtige Nachrichten, irgendwann hat man das erste Mal Sex, man trifft sich immer wieder, in größeren, in kleineren Abständen. Manchmal geht man auch ins Kino, manchmal telefoniert man, manchmal hört man aber auch ein paar Tage nichts voneinander.
Während das so dahinplätschert, kommen irgendwann diese Fragen auf: Was ist das jetzt eigentlich? Sind wir zusammen? Warum sagt der andere nichts dazu? Stellen wir einander unseren Eltern vor? Schenken wir uns etwas zum Geburtstag? Ist es dann offiziell? .... 
[...] 
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