Das Giraffen-Jungtier Marius wurde erst
mit einem Bolzenschuss getötet, dann zerlegt
und an Löwen verfüttert – vor den Augen der Besucher.
Der Fall sorgte für internationale Empörung
- Foto: localeyes.dk
Lebendfütterungen und blutige Spektakel gehören in China und im Iran zum Alltag
bild.de

Dänemark – Weltweiter Wirbel um Giraffe Marius: Nach der Verfütterung des gesunden Jungtiers an Löwen erhielt der Direktor des Kopenhagener Zoos Bengt Holst (61) Morddrohungen. Doch in Zoos auf anderen Kontinenten geht es noch wesentlich grausamer zu!
In China beispielsweise gehören Lebendfütterungen zu den Highlights bei Familienausflügen in Tiergärten.
Laut Internetquellen haben dabei die Löwen oft noch nicht einmal Hunger, das Spektakel soll lediglich die Schaulust der Besucher befriedigen.
Außerdem kann man in China in vielen Zoos lebende Hühner kaufen und diese dann an ein Raubtier verfüttern.
Besonders grausam ist das folgende Zoo-Ritual aus dem Iran: Dort wird einmal pro Woche ein lebender Esel in das Löwengehege gesperrt!
Dagegen erscheint die Tötung der Giraffe Marius mit einem Bolzenschuss fast harmlos. Schließlich ging es dabei nicht darum, ein Publikum zu unterhalten.
Laut Zoodirektor Holst war die Tötung von Marius, der erst 18 Monate jung und kerngesund war, notwendig, um die Gesundheit der Giraffenpopulationen in Europas Zoos zu erhalten.
Grund: Inzuchtgefahr! Es gebe schon viele Verwandte des Jungtiers mit ähnlichen Genen im Zuchtprogramm der Europäischen Vereinigung von Zoos und Aquarien (EAZA), sagte Holst.
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